News > „Jung – radikal – extrem?“

am 7.12.2020
Tagung anlässlich des sechsjährigen Bestehens der Beratungsstelle Extremismus, bOJA formuliert 10 Empfehlungen zur Extremismusprävention

Wien (OTS) - Am 2. Dezember 2020 – sechs Jahre nach ihrer Gründung – widmet sich die Beratungsstelle Extremismus bei einer Fachtagung mit Praktiker_innen, Wissenschaftler_innen und Expert_innen aktuellen Entwicklungen, Fragestellungen und Herausforderungen der Extremismusprävention.

In über 5.000 Telefonaten fanden in den letzten sechs Jahren vor allem Angehörige und Pädagog_innen Rat und Unterstützung. Knapp 300 Familien wurden in persönlichen Beratungsgesprächen teilweise über mehrere Monate begleitet. 15.000 Menschen erhielten in Fortbildungen und Trainings wertvolle Tipps und Informationen für ihre Arbeit in Beratungsstellen, Schulen, Jugendeinrichtungen, Arbeitsmarktprojekten, Gefängnissen und anderen Organisationen.

„Ein friedliches Miteinander und gegenseitiger Respekt sind die Grundpfeiler unserer demokratischen Gesellschaft. Es darf daher keinen Platz für Gewalt, Rassismus, Hetze und Terror geben. Als Familien- und Jugendministerin ist es mir ein besonderes Herzensanliegen, dass unsere Familien und Jugendlichen Rat und Unterstützung zu diesem Thema bekommen“, betont Bundesministerin Aschbacher in ihren Begrüßungsworten.

„Die Beratungsstelle innerhalb der Offenen Jugendarbeit anzusiedeln, hat sich bewährt. Die Arbeit in den Jugendzentren und der mobilen Jugendarbeit hatte immer schon Expertise im Umgang mit komplexen, auch schwierigen gesellschaftlichen Phänomenen und ihre Auswirkungen auf Jugend und Jung-Sein“, zieht Thomas Dietrich vom bOJA-Vorstand Bilanz.

Die Beratungsstelle berät zu allen Formen von Extremismus, seien sie religiös oder weltanschaulich begründet. „In den letzten Jahren haben Anfragen zum Thema Rechtsextremismus zugenommen und machen bis zu einem Fünftel aller Anrufe aus“, resümiert Verena Fabris, Leiterin der Beratungsstelle Extremismus. „Doppelt so viele Anfragen gibt es zum Themenbereich dschihadistischer bzw. islamistischer Extremismus. In letzter Zeit hat auch das Thema Verschwörungstheorien durch die Corona-Pandemie eine neue Konjunktur erfahren. Der schreckliche Anschlag in Wien vor einem Monat hat zu vermehrten Anrufen geführt, die Unsicherheit in der Bevölkerung ist spürbar“.

„Die langjährige Expertise der Beratungsstelle Extremismus ist in die Formulierung von Empfehlungen des bundesweiten Netzwerks Offene Jugendarbeit eingeflossen“, sagt Daniela Kern-Stoiber, Geschäftsführerin von bOJA. „Es braucht gesamtgesellschaftliche Anstrengungen, um Extremismus zu bekämpfen, zentral ist dabei eine gute Sozial- und Arbeitsmarktpolitik, Kampf gegen Diskriminierung genauso wie die Vernetzung aller relevanten Akteur_innen.“

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a Verena Fabris, MA
Bundesweites Netzwerk Offene Jugendarbeit
Beratungsstelle Extremismus
Verena.fabris@boja.at
T. +43 660 6338944

www.beratungsstelleextremismus.at

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https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20201202_OTS0161/jun...
Quelle: OTS0161, 2. Dez. 2020, 13:10


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