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Kinder, Jugendliche und Erwachsene betroffen: „Es ist zentral, dass wir uns darauf vorbereiten, was da auf uns zurollt.“ – „Reden Sie mit!“ läuft bis zum 6. Juli

Wien (OTS) - Die soziale Isolation und Vereinsamung, die viele Menschen durch COVID-19 erfahren, wird zu einer beträchtlichen Zunahme an psychischen Erkrankungen führen. Davor warnt Dr.med. Ulrike Schmidt, Stellvertretende Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Bonn, die in Österreich intensiv mit der Ludwig Boltzmann Gesellschaft zum Thema psychische Erkrankungen in der Coronakrise zusammenarbeitet: „Wir müssen die Pandemie in zwei Wellen sehen. Die erste Welle ist die Welle der Infektionen. Danach kommt die Welle von Menschen, die aufgrund der Pandemie psychische Belastungen und Traumata erlitten haben.“ Die zweite Welle wird laut Schmidt in Abhängigkeit von den weiteren Beschränkungen erst einige Monate zeitverzögert sichtbar werden, sei aber unbedingt ernst zu nehmen: „COVID-19 macht einsam und kann viele wichtige Lebensbereiche wie bspw. das Arbeitsleben beeinflussen. Daher ist es zentral, dass wir uns auf das vorbereiten, was da auf uns zurollt.“

Die soziale Isolation, also die physische Trennung von anderen Personen, belastet alle Menschen. Digitale Kontakte sind kein vollwertiger Ersatz. Auch bisher völlig Gesunde sind gefährdet, aus Einsamkeit und den weiteren Belastungen der Corona-Krise krank zu werden. Unter den Erwachsenen sind das zum einen jene Menschen, die bereits vor der Corona-Krise einsam waren. Schmidt: „Wer niemanden hat, ist besonders gefährdet.“ Zum anderen fielen jedoch auch Menschen, die ihr Sozialleben vor allem in der Arbeit hatten, häufig in ein Loch und sind anfällig, psychisch krank zu werden. Auffällig sei, dass der Konsum von beruhigenden Suchtmitteln z.B. Alkohol und Cannabis bei Erwachsenen zunehme, sagt die Expertin. Sie prognostiziert auch, dass künftig Kinder und Jugendliche noch häufiger ein ungesundes Ausmaß an Internet- ...
Quelle: OTS0056, 3. Juli 2020, 10:22

Zitat: noen.at 01. Juni 2020 (05:01)

"[...] Mit der Umstellung auf „Akutbetrieb“ mussten traditionelle Behandlungsangebote im stationären, teilstationären und ambulanten Bereich adaptiert werden, berichtet Primaria Judith Noske, Vorständin der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (KJPP) des Landesklinikums Baden-Mödling am Standort Hinterbrühl [...]"

Den gesamten Artikel finden Sie unter dem nachfolgenden Link: ...
Quelle: https://www.noen.at 01. Juni 2020 (05:01)

Salzburg (OTS) - Nach nunmehr 3 Wochen intensiver Auseinandersetzung mit dem Coronavirus und der damit verbundenen Einschränkungen des Alltagslebens möchten wir als Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie (ÖGKJP) unseren Beitrag leisten.

Die ersten Wochen nach einer derartigen Bedrohung sind in der Regel gekennzeichnet von Bewältigungsstrategien, um sich an die gegebenen Bedingungen anzupassen, mit der Angst umzugehen und auch mit den veränderten Lebensbedingungen zurechtzukommen. Gleichzeitig bringt eine derartige Umstellung viel Anregung und nötigt einen zu – teilweise sehr kreativen – Anpassungsmechanismen.

Nun, nach 3 Wochen wird deutlich, dass diese Einschränkungen des Alltagslebens weiter bestehen bleiben, um die Ausbreitung der Infektion weiter einzudämmen. Das heißt, dass es ab jetzt nicht um eine akute Anpassung an schwierige Bedingungen geht, sondern um eine längerfristige Adaptation des Lebens an diese Bedingungen. Aus der wissenschaftlichen Fachliteratur wissen wir, dass diese Prozesse mit der Bewältigung von sehr viel Angst einhergehen, und dass diese Situationen traumatisierend sein können. Zudem können diese Prozesse und Situationen vor allem durch die große Enge in den Familien zu massiven Spannungen innerhalb der Familiensysteme und Wohngemeinschaften führen. Auch Fremdaggressionen gegen Polizistinnen und Polizisten oder andere, die Einschränkungen kontrollierenden Personen, sind denkbar.

Wie damit umgehen?

Wir schlagen Ihnen drei wesentliche Orientierungen vor:

1. Die Zeit danach – Zukunftsorientierung: Wir Menschen sind besonders gut motivierbar, wenn am Ende einer Durststrecke – beispielsweise im Zusammenhang mit einer schwierigen Arbeitsperiode – eine Aussicht auf Besserung, eine Aussicht auf ein besseres Leben gegeben ist. Unsere Anregung: Entwickeln Sie daher für sich und für Ihre Familie Vorstellungen davon, wie Ihr Leben in 4 oder in 8 bis 12 Wochen aussehen könnte. Welche Möglichkeiten ...
Quelle: OTS0157, 7. April 2020, 17:26

Therapieplätze waren schon vor der Krise rar, der Bedarf wird weiter steigen. SOS-Kinderdorf ist für psychisch belastete junge Menschen da.

Wien (OTS) - Am 7. April ist Tag der Gesundheit. Diese ist mehr denn je gefährdet. COVID-19 hat nicht nur unmittelbare Auswirkungen auf am Virus Erkrankte, sondern auch auf Menschen, die bereits vor der Krise an psychischen Belastungen litten – darunter viele Kinder und Jugendliche. Österreichweit fehlten bereits vor der Corona-Krise ca. 70.000 kassenfinanzierte Therapieplätze für Kinder. In manchen Bundesländern gibt es nach wie vor keinen Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie mit Kassenvertrag. ExpertInnen gehen davon aus, dass die aktuelle Situation die Lage noch verschärfen wird.

„Gewohnte Routinen und persönliche Kontakte fehlen, das ununterbrochene Zusammenleben auf oft engem Raum lässt familiäre Spannungen steigen – und noch ist kein Ende dieser Situation in Sicht. Für vorbelastete Kinder und Jugendliche bedeutet das einen enormen psychischen Druck, der schlimmer wird, je länger die Situation dauert“, so Christoph Schneidergruber, Leiter des Hermann-Gmeiner-Zentrums für Kinder- und Jugendpsychiatrie von SOS-Kinderdorf in Kärnten.

Stütze in der Krise

SOS-Kinderdorf ist mit seinen psychotherapeutischen Angeboten auch in dieser schwierigen Zeit für Kinder und Jugendliche da. Die beiden Ambulatorien für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Wien und Moosburg betreuen ihre jungen Patientinnen und Patienten weiter und bieten derzeit vor allem telefonische Therapiegespräche etwa im Bereich Psycho- und Ergotherapie oder Logopädie an. Da sich viele Telefonate um die familiäre Situation drehen, sind die TherapeutInnen vermehrt auch mit den Eltern der Kinder und Jugendlichen im Kontakt und versuchen, gemeinsam gute Wege durch die Krise zu finden.

Die Betreuung ohne persönlichen Kontakt ist eine Herausforderung. „Aber besonders jetzt braucht es uns umso mehr. Die Patientinnen und Patienten leiden unter ...
Quelle: OTS0011, 5. April 2020, 10:05

"[...] Zum vielfältigen Angebot gehören insbesondere die Telefonseelsorge, die psychosozialen Beratungsstellen der verschiedensten Organisationen und Einrichtungen, das Kriseninterventionsteam (KIT) und die Kinder- und Jugendanwaltschaft, die sozialpsychiatrischen Dienste, die Selbsthilfegruppen und nicht zuletzt auch die niedergelassenen selbständigen Psychologinnen und Psychologen sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten. [...]"

Die gesamte Pressemeldung finden Sie unter dem nachfolgenden Link: ...
Quelle: Landespressestelle Vorarlberg presse@vorarlberg.at 29.03.2020

"Auf dem Gelände des Krankenhauses Hietzing wurde das 2. Ambulatorium für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Psychosozialen Dienste in Wien (PSD-Wien) eröffnet. Damit wurden die Behandlungskapazitäten in der Kinder- und Jugendpsychiatrie massiv ausgebaut. [...]"

Weitere Informationen finden Sie unter dem nachfolgenden Link: ...
Quelle: wien.at-Newsletter, Magistrat der Stadt Wien, Rathaus, A-1082 Wien 27.02.2020

Für Ärztekammer-Vizepräsident Steinhart aber nur der „Tropfen auf dem heißen Stein“ - Entscheidende Sitzung morgen, Mittwoch, in der Österreichischen Gesundheitskasse

Wien (OTS) - „Die kinder- und jugendpsychiatrische Versorgungslage in Wien ist einer Großstadt nicht würdig. Derzeit gibt es nur sechs Kassenplanstellen für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Das ist viel zu wenig für eine Zwei-Millionen-Metropole wie Wien“, kritisiert Johannes Steinhart, Obmann der Kurie niedergelassene Ärzte und Vizepräsident der Ärztekammer für Wien. Mit seiner Kritik über die unzureichende Versorgungslage steht Steinhart nicht allein da: Auch der Stadtrechnungshof und der Koordinator für Psychiatrie, Sucht- und Drogenfragen der Stadt Wien haben jüngst die derzeitige Situation bemängelt und sogar bis zu 30 zusätzliche Kassenplanstellen gefordert. ****

In keinem anderen medizinischen Fachgebiet klafft eine so große Versorgungslücke wie in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Dabei wäre das Interesse der Ärztinnen und Ärzte an einer Tätigkeit in einer kinder- und jugendpsychiatrischen Kassenordination durchaus gegeben:
„Derzeit laufen Ausschreibungen für zwei Kassenordinationsstandorte, für die es bis zu zwölf Bewerberinnen beziehungsweise Bewerber gibt“, so Steinhart.

Für ihn ist das ein Beleg dafür, dass - anders als in anderen Fachrichtungen - genügend Ärztinnen und Ärzte da wären, um Kassenordinationen zu übernehmen oder auch neu zu eröffnen. Woran es aber mangle, seien die entsprechenden Kassenplanstellen. Steinhart fordert die Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) daher auf, als Sofortmaßnahme zumindest fünf zusätzliche Stellen zu genehmigen, um so den enormen Mangel an Kinder- und Jugendpsychiatern mit Kassenvertrag in Wien zu lindern.

Morgen, Mittwoch, findet diesbezüglich die entscheidende Sitzung im sogenannten „Invertragnahmeausschuss“ mit der ÖGK statt. Dort steht die Forderung der Ärztekammer auf der Tagesordnung. Die fünf zusätzlichen Kassenplanstellen, ...
Quelle: OTS0022, 18. Feb. 2020, 09:33

Zitat: wienerzeitung.at 10.02.2020

"[...] Zwei Stockwerke des Pavillons 14 auf dem Gelände des Krankenhaus Hietzing stehen für die nächsten zwei Jahre der Kinder- und Jugendpsychiatrie zu Verfügung. [...]"

Den gesamten Artikel finden Sie unter dem nachfolgenden Link: ...
Quelle: wienerzeitung.at 10.02.2020

"Die Psychosozialen Dienste in Wien eröffnen ihr zweites Ambulatorium für Kinder- und Jugendpsychiatrie und schaffen damit dringend benötigte Kapazitäten in der Behandlung junger PatientInnen mit psychischen Erkrankungen. Im Rahmen eines Pilotprojekts wird erstmals sozialpsychiatrische Behandlung räumlich mit Wohngruppen der Kinder- und Jugendhilfe verbunden. [...]"

Die gesamte Pressemeldung finden Sie unter dem nachfolgenden Link: ...
Quelle: wien.at Rathauskorrespondenz, Magistrat der Stadt Wien, MA53 - Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien 06.02.2020

Notwendige Behandlungen müssen für alle Kinder rasch und kostenfrei zugänglich sein!

Wien (OTS) - Es ist hoch an der Zeit, eines der beschämendsten Kapitel in der Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen dauerhaft und vollständig zu beenden: mindestens 70.000 Kinder und Jugendliche (nach anderen Berechnungen bis zu 150.000) erhalten in Österreich nach wie vor nicht die Therapien, die sie für ihre Entwicklung brauchen würden.

Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie und Psychotherapie sind Pflichtleistungen der Krankenkassen, die laut Sozialversicherungsgesetz allen Versicherten kostenfrei zustehen. Ungeachtet dessen schafft es das österreichische Kassensystem, Kinder und Jugendliche in verschiedene Klassen zu trennen: je nach Wohnort und Versicherung werden die Behandlungen manchen Kindern zur Gänze finanziert, den meisten aber nicht. In Wien bestehen beispielsweise 1-2 Jahre Wartezeit oder Aufnahmesperren für kostenfreie Therapien. Hohe Zuzahlungen im Wahlbereich sind für viele Eltern nicht leistbar, Kindern werden notwendige Therapien und damit die Chancen auf eine gesunde Entwicklung vorenthalten.

Diese Ungleichbehandlung und ihre Folgen sind durch zahlreiche Studien und valide Daten belegt und mittlerweile allen Verantwortungsträgern bekannt; zu entscheidenden Verbesserungen konnte man sich bisher aber trotzdem nicht durchringen. Dabei bräuchte es dazu nicht mehr als ein klein wenig guten politischen Willen – und gar nicht so viel finanzielle Mittel.

Die „Politische Kindermedizin“ nimmt die anstehenden NR-Wahlen zum Anlass, alle wahlwerbenden Parteien nachdrücklich daran zu erinnern, dass Österreich seinen Kindern und Jugendlichen seit Jahrzehnten etwas schuldig ist: die Umsetzung des gesetzlich vorgeschriebenen Rechts auf diese Behandlungen zur Erlangung einer bestmöglichen Entwicklung. Die geplante Zusammenlegung der Gebietskrankenkassen zu einer Gesundheitskasse böte die Gelegenheit, bestehende massive Versorgungsmängel und -unterschiede österreichweit zu beseitigen. ...
Quelle: OTS0026, 3. Sep. 2019, 09:00

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