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Fach-Interview von Bettina Nowak-Zuber

F: Was ist Systemische Familientherapie?

Systemische (Familien-)Therapie ist eine Form der Psychotherapie, die Gesundheit und Krankheit eines Menschen sowie persönliche Lebensqualität im Zusammenhang mit seinen relevanten Beziehungen und Lebenskonzepten sieht.
Zentral ist die Annahme, dass sich seelische Belastungen und psycho-somatische Symptome bei Beziehungs- und Kommunikationsstörungen innerhalb eines Systems (z.B. Familie, Partnerschaft, Arbeitsplatz, Schule etc.) in Einzelpersonen zeigen.

Gemeinsam Lösungen suchen
Als systemische Therapeutin verstehe ich mich als „Wegbegleiterin“ und betrachte meine KlientInnen als „Expertinnen und Experten ihrer selbst“. In diesem Sinne ist es mir wichtig, den KlientInnen gegenüber eine Haltung des Respekts, der Unvoreingenommenheit, des Interesses sowie der Wertschätzung für ihre bisherigen Lebensstrategien einzunehmen. Systemische Therapie unterstützt, die Ressourcen und Kompetenzen der KlientInnen zu (re)aktivieren) und gemeinsam Probleme und Symptome aufzulösen. Dies erfolgt mittels geeigneter Interventionen (Gespräche, spezielle Fragetechniken, Einladung zu kreativen erlebnis-orientierte Methoden, Entspannungstechniken u.v.m. – wie es jedem am ehesten entspricht) und fördert die Entwicklung sowie Festigung (wieder) neuer Lebensperspektiven basierend auf mehr Autonomie, Selbstverantwortung und gelingender Beziehungsgestaltung .
Dies geschieht in einem geschützten Rahmen in einer vertrauensvollen und wertschätzenden Beziehung zwischen KlientIn und TherapeutIn.


F: Was ist Mediation?

Mediation ist Vermittlung durch unparteiische Dritte (Mediator/in) zwischen dem Konflikt und der Lösung – zwischen Menschen, die durch einen Streit entzweit sind. Der Mediationsprozess fördert ein konstruktives Miteinander und ermöglicht einen gemeinsamen Schritt nach vorne.

Als Mediatorin führe ich die Konfliktparteien

·zuerst durch einen Klärungsprozess, der die KontrahentenInnen befähigt,
ihre eigenen Interessen und Bedürfnisse zu erkennen und diejenigen des
anderen zu verstehen.

·In einem nächsten Schritt werden unter Einbeziehung aller relevanter
Betroffener und Beteiligten sowie zur Verfügung stehender Ressourcen
Lösungsideen gesammelt.

·Mit Blick auf das, was in Zukunft möglich ist, erfolgt anschließend gemeinsam
eine Auswahl an Lösungsvorschlägen und

·die Entwicklung einer einvernehmlichen Lösung, mit der alle Beteiligten gut
leben können.


F: Was sind die Voraussetzungen, damit eine Mediation erfolgreich sein kann?

Die Anwesenheit aller Konfliktparteien, Freiwilligkeit, Vertraulichkeit - zu Beginn eine gewisse Bereitschaft der Beteiligten am Prozess mitzuwirken.
Am Ende des Prozesses muss eine klare Mediationsvereinbarung stehen, die tragfähige Lösungen beinhaltet und von allen unterzeichnet wird.


F: Was ist Coaching?

(Systemisches) Coaching ist eine spezielle Form der Beratung und professionelle Begleitung von Menschen vor allem im beruflichen Kontext (in Hinblick auf Aufgaben und Rolle), wobei auf eine gelingende Balance mit dem privaten Umfeld geachtet wird. Denn oft gelingt es im Spannungsfeld von beruflichem und privatem Alltag nicht, allen Anforderungen gerecht zu werden – zwischen den Hindernissen auch die Möglichkeiten zu erkennen, andere Perspektiven einzunehmen, neues auszuprobieren und somit den Handlungsspielraum zu vergrößern.

Coaching setzt Potentiale frei - weitet zugleich den Blick und Ihre Handlungskompetenz. Dort wo es bereits Ideen, Lösungsansätze und/oder Zielvorstellungen gibt, finden Sie im Coaching-Prozess die nötige Unterstützung und Motivation für einen ersten Schritt und die weitere Umsetzung.

Sie möchten

·Ihren persönlichen Standort bestimmen

·Klarheit und mehr Sicherheit erlangen, da sie vor einer schwierigen
Entscheidung stehen

·sich weiterentwickeln - berufliche und/oder persönliche Ziele entwickeln und
formulieren

·individuelle Problemlösungsstrategien entwerfen und bei der Umsetzung
professionell begleitet werden.


F: Was ist der Unterschied zwischen Coaching und Supervision?

Im Gegensatz zu Coaching, das ich in der Frage zuvor skizziert habe, betrachte ich Supervision als professionelle Begleitung und Unterstützung bei der Reflexion arbeitsbezogener Inhalte. Gleichzeitig ist Supervision für mich eine unerlässliche Maßnahme zur Qualitätssicherung. Mögliche Themen beziehen sich vor allem auf das Team/ MitarbeiterInnen, KlientInnen und Kunden sowie Ablauf- und Aufbauorganisation.

Mein Angebot umfasst Einzelsupervision sowie Teamsupervision.


F: Gibt es Coaching nur für berufliche Themen oder auch für private?

Es gibt Coaching sowohl für berufliche als auch private Anliegen. Coaching im beruflichen Kontext ist etablierter, dabei wird aber auch auf eine gesunde Balance mit dem privaten Umfeld geachtet.

Aus meinem Selbstverständnis heraus arbeite ich mit Coaching-KlientInnen in beiden Bereichen, denn neben beruflichen Themen und Zielen, gibt es auch private, die in einem Coaching-Prozess gut aufgehoben sind.







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