Fachartikel


Stimm- und Sprachstörungen
von Mag.Dr. Astrid Bartolot-Zips
Der große Auftritt, aber..? 1. In vieler Hinsicht ist man bezüglich seines Auftretens oft ganz genau: inhaltlich vorbereitet, das Outfit stimmt im Detail, die Körpersprache ist wohlüberlegt. Und dann wird man überhört, nicht ernst genommen, das Wort wird einem abgeschnitten: zu schnell, zu unsicher, zuviel unkontrollierter Dialekt, zu leicht zu übertönen? Oder kennen Sie die Scheu, überhaupt das Wort zu erheben: Nervosität; Angst, daß die Stimme kippt, vor Verhaspeln oder Stottern; Probleme mit dem Atem? 2. Manche SprecherInnen versetzen ihr Auditorium flugs in den Tiefschlaf. Viele Menschen haben Angst vor rhetorischer Lebendigkeit, weil sie fürchten, einen unfreiwilligen Blick hinter die Kulisse zu gewähren oder peinlich zu wirken. Doch nur mit einer lebendigen Sprechweise sind offene Ohren zu gewinnen: so werden die ZuhörerInnen mitgenommen auf eine geführte Reise durch die Gedanken. 3. Frauen wollen und kommen heutzutage ans Wort, haben was zu sagen; doch schrille oder sehr kindliche Frauenstimmen sind entweder unangenehm, oder lassen unbewußt wenig Autorität und Kompetenz zuerkennen. Die Lösung: Atem- Stimm- und Sprecherfahrung, Sprachgestaltung Zielgerichtete Übungen ermöglichen neue Zugänge zur eigenen Stimme und der persönlichen Art des Sprechens. Dabei wird nicht ein Repertoire mechanisch heruntergespult, sondern gemeinsam mit den KlientInnen ein persönlich passender Lernplan erstellt. Der Veränderungsprozeß berücksichtigt und unterstützt die natürlichen Gegebenheiten der jeweiligen Stimme. Ziel ist einerseits ein guter, stabiler Stimmklang, sowie deutliche und sichere Artikulationsgewohnheiten. Auf Wunsch wird insbesondere die deutsche Hochsprache gefördert. Natürlichkeit der Sprechweise ist dabei stets oberstes Gebot.

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