PsychotherapeutInnenDesch Johannes




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Interview von Mag. Johannes Desch

F: Welche KlientInnen sind bei Ihnen in der Psychotherapie besonders gut aufgehoben?

Menschen, die den Eindruck haben: 'So kann es nicht mehr weitergehen' und die bereit sind, in einer geschützten, vertrauensvollen Arbeitsbeziehung gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

F: Welche KlientInnen sollten eher NICHT zu Ihnen in Psychotherapie kommen?

Patienten mit schweren Zwangserkrankungen; anorektischen Essstörungen; Menschen, die eigentlich alles beim Alten lassen wollen und wenig Lust auf Entdeckungen haben so nach dem Motto: 'Wasch mich aber mach mich nicht nass'.

F: Wie kamen Sie zur Psychotherapie?

Über Selbsterfahrungsseminare beginnend 1982 ( zu deren Besuch mich meine Schwester, selbst Psychotherapeutin, ermuntert hat) und über meine frühere Arbeit in der Psychiatrie. Und so lernte ich zuerst NLP, dann Familientherapie, dann systemische Paartherapie- später Hypnotherapie. Dann entdeckte ich wie wichtig eine spezielle traumatherapeutische Ausbildung im Arbeitsalltag ist und nun beschäftigt mich aktuell Sexualtherapie.

F: Was hat Sie bewogen, gerade Ihren Beruf zu ergreifen?

Ich mag es gerne, Menschen zu begleiten, die ExpertInnen im Überleben sind, die immer wieder aufstehen nach Krisen, die Lust haben, sich weiter zu entwickeln und neugierig sind. Kaum sonst lernt man so intensiv interessanteMenschen mit ihren Lebes- und Entwicklungsgeschichten kennen. Das fordert/fördert natürlich auch die eigene Entwicklung. Und man wird mit jedem Lebensjahr besser, erfahrener, weiser, demütiger, dankbarer. Ein Beruf, den man sicherlich bis ins hohe Alter gut ausüben kann. I like it!

F: Welche besonderen Fähigkeiten sind Ihrer Meinung nach in Ihrem Beruf gefordert?

Menschenfreundlichkeit, Neugierde, Unerschrockenheit und Mut, Humor, Lust am täglichen Lernen und Weiterentwickeln. Manchmal auch was Provokatives.
Unabdingbar ist eine gute Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensgeschichte mit all den Verletzungen, die man in ausgiebiger Selbsterfahrung und Eigentherapie macht und eine gute Theorie. Für mich besonders wertvoll ist auch die langjährige klinische Erfahrung im Spital und in der Psychiatrie. Und dann brauchts im Privatleben viele liebe Menschen.


F: Weshalb haben Sie sich gerade für Ihre Arbeitsschwerpunkte entschieden?

Ich mach derzeit am liebsten Kinderpsychodiagnostik und Erwachsenpsychotherapie, weil ich das am besten kann. Mit Kindern und Jugendlichen arbeit ich seit 1984, da hab ich ganz viel Erfahrung. Ich mag 'Männergespräche' mit kleinen und großen Männern, die oft heiklen Themen rund um Sexualität, Einzelpersonen und Paare, die sich weiterentwicklen wollen. Psychiatrisch erkrankete Patienten, weil ich hier auch sehr viel Erfahrung hab. Menschen mit Traumatisierungen, Verletzungen, sexueller Gewalterfahrung sind bei mir gut aufgehoben.

F: Was erachten Sie als Ihren bisher größten beruflichen Erfolg?

Ich hab mich stetig weiterentwickelt, zuerst psychiatrischer Krankenpfleger, dann Psychotherapeut, dann Psychologiestudium. Besonders freu ich mich über Weiterempfehlungen von Patienten, die mit meiner Arbeit zufrieden waren und sich gut aufgehoben gefühlt haben. Ich feier heuer mein 20 jähriges Praxisjubiläum- das gefällt mir sehr gut.

F: Wodurch glauben Sie, könnten die Menschen vermehrt für Ihre Dienstleistungen interessiert werden?

Qualität setzt sich durch- davon bin ich überzeugt. Und die beste und wichtigste Werbung sind zufriedene Patienten.

F: Arbeiten Sie auch mit BerufskollegInnen oder mit ProfessionistInnen aus anderen Berufsgruppen zusammen?

Ja, natürllich! Diese Arbeit gelingt nur gut in enger Kooperation- etwa mit zuweisenden ÄrztInnen, Kliniken oder PsychologInnen. Die Zusammenarbeit mit Hausärzten, Kinderärzten bzw. Fachärzten für Psychiatrie oder anderen Fachrichtungen ist unerlässlich. Bei Kindern ist Kooperation mit Schulen, Jugendämtern und Beratungsseinrichtungen etc. notwendig. Und jeder hat fachliche Grenzen- da muss man natürlich an KollegInnen weiterverweisen.

F: Was ist Ihr Lebensmotto?

Alles wird gut!

Dem Gehenden schiebt sich der Weg unter die Füße (M.Walser).






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