des Bundesministeriums für Gesundheit auf Grundlage des Gutachtens des
Psychotherapiebeirates vom 02.12.2014

Präambel

In der 94. Vollsitzung des Psychotherapiebeirates am 04. Oktober 2011 wurde der
Forschungsausschuss im Psychotherapiebeirat beauftragt, eine Richtlinie für die
psychotherapeutische Arbeit mit Säuglingen, Kindern und Jugendlichen mit
folgenden Fragestellungen zu erarbeiten:
  1. Welche wesentlichen Inhalte für die Psychotherapie mit Säuglingen, Kindern und Jugendlichen (SKJ) müssten jedenfalls bereits in der fachspezifischen (Grund)Ausbildung verankert sein?
  2. Inwiefern wäre eine zusätzliche Weiterbildung durch ein Weiterbildungscurriculum sinnvoll?
Besonderer Dank gilt dem Österreichischen Bundesverband für Psychotherapie
(ÖBVP) für die Zurverfügungstellung einer Weiterbildungsleitlinie, die als Grundlage
herangezogen wurde.

Neben Kindern und Jugendlichen werden in den vorliegenden Ausführungen
Säuglinge explizit erwähnt, da bereits in den ersten Lebenswochen und
Lebensmonaten Kommunikationsstörungen und Nichterkennen von Individualität,
Ausdruck, Bedürfnissen und Entwicklungsschritten des Säuglings durch ihre
Bezugspersonen zu massiven psychischen Störungen führen können.

Die Gestaltung des auf den jeweiligen Säugling sehr individuell abzustimmenden
Schutz- und Entwicklungsraum prägt die weitere Entwicklung. Schlechte Versorgung
oder Kommunikationsstörungen können in späterem Alter massive Auswirkungen
zeigen. In der psychotherapeutischen Behandlung steht nicht die Bezugsperson,
sondern der Säugling mit seinen Bedürfnissen und Ausdrucksmöglichkeiten und das
Eingehen auf seine spezifischen Beziehungsmöglichkeiten und deren Erweiterung im
Vordergrund. Die psychotherapeutische Arbeit fokussiert auf die Bezugsperson und
ihren Umgang mit dem Säugling.

Generell wird empfohlen, dass
  • eine gesonderte Beachtung der Zielgruppe der Säuglinge, Kinder und Jugendlichen in Veranstaltungen des Propädeutikums und auch des Fachspezifikums wichtig ist,
  • in allen Ausbildungsvereinen Lehrtherapeutinnen/Lehrtherapeuten oder zumindest Gastdozentinnen/Gastdozenten tätig sein sollen, die psychotherapeutische Erfahrung mit Säuglingen, Kindern und Jugendlichen aufweisen, die entweder dem Lehrkörper angehören oder als Gastdozentinnen/Gastdozenten im Curriculum tätig werden,
  • bereits im Propädeutikum die Vermittlung von Fachwissen – auch für die Zielgruppe der Säuglinge, Kinder und Jugendlichen – erfolgt,
  • im Fachspezifikum Spezialseminare für die Zielgruppe der Säuglinge, Kinder und Jugendlichen anzubieten wären,
  • für den Bereich, in denen Psychotherapeutinnen/Psychotherapeuten
    hauptsächlich tätig sind, eine Vertiefung der Kompetenzen – auch für diese
    Zielgruppe – durch spezielle Fort- und Weiterbildung erfolgt.
Der Entwurf wurde unter Mitarbeit von nachstehend in alphabetischer Reihenfolge
genannten Personen erarbeitet und mit Fachspezifikumsausschussvertreterinnen/
-vertretern konsensualisiert:

Dr. Heiner Bartuska
Dr. Barbara Burian-Langegger
Mag. Gerhard Hintenberger
Mag. Gabriele Jansky-Denk
Prof. Mag. Wolfgang Walter Keil
Ina Manfredini
Dr. Ursula Margreiter
Dr. Gerda Mehta
Dr. Eva Mückstein
Gerd Naderer
Dr. Erwin Parfy
Mag. Maria-Anna Pleischl
Univ.-Prof. Dr. Alfred Pritz
Hildegard Pruckner MSc
Maria Sagl MSc
Dr. Bibiane Schuch
Dr. Susanne Skriboth-Schandl
Dr. Elisabeth Wagner
Ass.-Prof. Dr. Michael Wieser
Univ.-Prof. Dr. Stefan Wiesnagrotzki


Propädeutikumsinhalte

Im psychotherapeutischen Propädeutikum werden Grundlagen für die
Psychotherapie als Beruf und als Wissenschaft gelehrt. Dabei wird auf verschiedene
Zielgruppen Bezug genommen, so auch auf die Zielgruppen der Säuglinge, Kinder und
Jugendlichen.

Darüber hinaus wird empfohlen, bei einzelnen Veranstaltungen auf die Zielgruppe
der Säuglinge, Kinder und Jugendlichen gesondert hinzuweisen sowie spezielle
Problemstellungen, Theorien und Vorgangsweisen zu vermitteln, damit alle
Psychotherapieabsolventinnen/Psychotherapieabsolventen eine generelle
psychotherapeutische Kompetenz auch in jenen Bereichen erhalten, die sie in
Zukunft mit Säuglingen, Kindern und Jugendlichen arbeiten oder im Bedarfsfall
effizient weiter verweisen lassen.

So wird empfohlen, dass Inhalte für diese Zielgruppen vor allem bei folgenden
Propädeutikumsmodulen behandelt werden:

- Einführung in die Problemgeschichte und Entwicklung der
psychotherapeutischen Schulen: inklusive schulenspezifische
psychotherapeutische Konzeptentwicklung für Säuglinge, Kinder und Jugendliche
- Persönlichkeitstheorien - Würdigung allgemeiner Einflussfaktoren auf die
Entwicklung der Persönlichkeit bereits auf Säuglinge, Kinder und Jugendliche
- Allgemeine Psychologie und Entwicklungspsychologie - Eingehen auf Säuglinge,
Kinder und Jugendliche in der allgemeinen Psychologie vor dem Hintergrund
eines biopsychosozialen Verständnisses (z.B. Säuglingsforschung,
Bindungsforschung)
- Psychosoziale Interventionsformen bei zu rehabilitierenden Personengruppen,
die in psychosozialer Hinsicht besonders zu berücksichtigen sind;
Bekanntmachen mit Angeboten von psychosozialen Interventionsformen sowie
speziellen Psychotherapieangeboten für Säuglinge, Kinder und Jugendliche
(Behandlungskonzepte für Kinder mit besonderen Bedürfnissen, Rehabilitation
chronisch kranker Kinder und Jugendlicher in multidisziplinärer Vernetzung, u.a.)
- Grundlagen der Somatologie und Medizin: Einführung in die medizinische
Terminologie inklusive maßgebender Begriffe der Pädiatrie, Kinder- und
Jugendpsychiatrie und Pharmakologie, mit Hinweisen auf pharmakologische
Behandlung von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen
- Erste Hilfe in der psychotherapeutischen Praxis, mit Hinweisen auf die spezielle
Situation von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen
- Grundlagen der Forschungs- und Wissenschaftsmethodik, inklusive Beachtung
adäquater Forschungszugänge bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen und
Erhellung der ethischen Aspekte bei der Durchführung
- Fragen der Ethik, wobei Säuglinge, Kinder und Jugendliche eine besondere
ethische Beachtung der Verschwiegenheit, des informierten Konsenses, Schutzes
und Berücksichtigung der Kinderrechte erfordern
- Rahmenbedingungen für die Ausübung der Psychotherapie: Psychotherapie ist in
komplexe soziale Zusammenhänge eingebunden, von solchen getragen und
begrenzt. Psychotherapeutinnen/Psychotherapeuten sollten in diese nicht
zuletzt auch rechtlich geregelten Zusammenhänge mit besonderer
Berücksichtigung der Säuglinge, Kinder und Jugendlichen eingeführt werden und
die aktuelle Gesetzeslage kennen
- Praktikum: es ist zu empfehlen, ein Praktikum mit Säuglingen, Kindern und
Jugendlichen als Wahlmöglichkeit auszuweisen und generell
Kommunikationskompetenzen mit diesen Zielgruppen zu erwerben

Fachspezifikumsinhalte

Es wird davon ausgegangen, dass die kinder- und jugendpsychiatrischen
Störungsbilder den Absolventinnen/Absolventen der Propädeutika bereits
angemessen bekannt sind. In diesem Zusammenhang ist daher an die spezifischen
Unterrichtsinhalte der Propädeutika anzuknüpfen (Sonder- und Heilpädagogik 30,
Entwicklungspsychologie 60, psychologische Diagnostik 60, Psychiatrie 120 AE).
  • Als angehende Psychotherapeutinnen/angehender Psychotherapeut sollen die Ausbildungskandidatinnen/Ausbildungskandidaten jedenfalls die rechtlichen Rahmenbedingungen für die psychotherapeutische Arbeit mit Säuglingen, Kindern und Jugendlichen kennen.
  • Darüber hinaus sollen Ausbildungskandidatinnen/Ausbildungskandidaten im Fachspezifikum Kenntnisse erwerben, die sie befähigen, bei klinisch relevanten Störungen im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter ein der psychotherapeutischen Methode angemessenes Fallverständnis zu entwickeln.
  • Sie sollten in der Lage sein, die eigene Behandlungskompetenz für diese Altersgruppen und ihre Grenzen der Zuständigkeit einschätzen zu können.
  • Letztlich könnte eine Auseinandersetzung mit dieser Thematik eine Anregung dafür sein, als Psychotherapeutin/Psychotherapeut den Arbeitsschwerpunkt „Kinder und Jugendliche“ zu wählen.
Folgende Bereiche sind inhaltlich abzudecken:

1. Diagnostik

Eine methodenspezifische psychotherapeutische Diagnostik von Säuglingen, Kindern
und Jugendlichen unterscheidet sich von einer psychiatrischen und psychologischen
Diagnostik sowie der psychotherapeutischen Diagnostik des Erwachsenenalters. Für
diese Altersgruppen sind derzeit mehrere diagnostische Klassifikationssysteme
international anerkannt (z.B. ZERO TO THREE, Multiaxiales Klassifikationsschema
MAS, ICD und DSM).

Sie berücksichtigen - über die störungsspezifische Symptomatik hinaus -
entwicklungspsychologische und entwicklungspsychopathologische Aspekte unter
Einbeziehung der gegebenen Kommunikationsmöglichkeiten und der Interaktion mit
dem relevanten Umfeld.

Des Weiteren wird auf die Diagnostik-Leitlinie für Psychotherapeutinnen und
Psychotherapeuten des Bundesministeriums für Gesundheit verwiesen.

2. Fachspezifische Grundlagen der psychotherapeutischen Behandlung

Die psychotherapeutische Arbeit mit Säuglingen, Kindern und Jugendlichen
unterscheidet sich - je nach Altersstufe - substantiell von einer Psychotherapie mit
Erwachsenen.

Das betrifft sowohl die theoretischen und methodischen Gegebenheiten als auch die
speziellen Anforderungen an die Person der Psychotherapeutin/des
Psychotherapeuten.

Im Fachspezifikum soll daher ein Basiswissen über die altersabhängige kindliche
Erlebnis- und Konfliktwelt und die Bedeutung der Umwelteinflüsse erworben
werden. Angehende Psychotherapeutinnen/Psychotherapeuten sollen erkennen, wie
diese in einer psychotherapeutischen Beziehung zum Ausdruck kommen und welche
Behandlungsansätze in welchem Setting zu initiieren sind.

Dabei sollte ein Einblick in die konkrete psychotherapeutische Arbeit mit Säuglingen,
Kindern und Jugendlichen gegeben und Erfahrungen in der Kinder- und
Jugendlichenpsychotherapie gemacht werden. Dies könnte z.B. in Form von
Selbsterfahrung (Rollenspiel, Altersregression, Imagination usw.) geschehen.

Bei Kindern soll auf die Bedeutung des körperlichen Ausdrucks (Psychosomatik) und
des Spiels in der psychotherapeutischen Behandlung sowie auf
Ausdrucksmöglichkeiten auf nonverbaler und symbolischer Ebene besonderes
Augenmerk gelegt werden. Jedenfalls ist der Unterschied zu anderen
Interventionsformen (wie Pädagogik, Beratung usw.) aufzuzeigen und spezielle
methodenspezifisch verankerte Interventionsformen zu lehren.

Für die psychotherapeutische Arbeit mit Jugendlichen sind Kenntnisse über die
Entwicklungsaufgaben und Vulnerabilität der Adoleszenz und daraus speziell
resultierende Behandlungsansätze erforderlich, die sich deutlich von der psychotherapeutischen Behandlung von Erwachsenen unterscheidet (Setting,
Beziehungsgestaltung, alterstypische und zeitgemäße Kommunikations- und
Beziehungsformen). Ebenso braucht es spezielle Kenntnisse und
Methodenkompetenzen für die Zielgruppen der Säuglinge, Kleinkinder, Schulkinder,
Kinder mit besonderen Bedürfnissen etc.

3. Psychotherapeutische Arbeit in Kooperation mit den Bezugspersonen und den
relevanten Umwelten des Säuglings, Kindes und Jugendlichen


Mehr als bei anderen Zielgruppen ist bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen ihre
Abhängigkeit von deren Umwelten zu berücksichtigen und in den
psychotherapeutischen Prozess mit einzubeziehen. Dabei sind Verschwiegenheit,
rechtliche Zuständigkeiten, Kinderrechte und Kinderschutzbestimmungen immer mit
zu beachten.

Es sind konkrete methodenspezifisch begründete Settings in der Arbeit mit
Säuglingen, Kindern und Jugendlichen sowie mit deren relevanten Bezugspersonen
vorzustellen.

Für die psychotherapeutische Arbeit mit Säuglingen, Kindern und Jugendlichen wird
es in der Regel notwendig sein, über diese im Fachspezifikum erworbene Kompetenz
hinaus einschlägige Fort- und Weiterbildungen zu besuchen.

Fort- und Weiterbildungsempfehlung

Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass Psychotherapeutinnen/
Psychotherapeuten nach Abschluss der Psychotherapieausbildung mit einer sehr
hohen Grundkompetenz ausgestattet sind, die sie u. a. befähigt, Ausmaß und
Schwerpunktsetzung des Erwerbs von Spezial- und Zusatzkompetenzen je nach
Bedarf in der psychotherapeutischen Praxis eigenverantwortlich zu wählen.

Die Besonderheiten in der lebensphasenspezifischen Entwicklungs- und
Psychodynamik von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen und den damit
verbundenen spezifischen Techniken und Methoden in der Arbeit mit dieser
Zielgruppe erfordern spezielle Fort- und Weiterbildung.

Aus fachlicher Sicht ist es unverzichtbar, dass Psychotherapeutinnen/
Psychotherapeuten, die den Arbeitsschwerpunkt „Kinder- und
Jugendlichenpsychotherapie“ oder „Psychotherapie mit Säuglingen, Kindern und
Jugendlichen“ ausweisen, über eine einschlägige Weiterbildung bzw. über den
Nachweis gleichzuhaltender Praxis, Supervision, Theorieaneignung und Fortbildung
verfügen.

An dieser Stelle soll aber auch festgehalten werden, dass durch die Weiterbildung in
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie keinesfalls die Herausbildung eines von der
psychotherapeutischen Grundkompetenz isolierten Fachgebietes und eine
eigenständige Ausbildung zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin/zum
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten gefördert werden soll. Die Erfahrungs- und
Anwendungsmöglichkeit in unterschiedlichen Teilbereichen der Psychotherapie (unterschiedliche Altersgruppen und Störungsbilder) soll im Laufe der Berufstätigkeit
eher erweitert und jedenfalls nicht auf ein Spezialgebiet eingeschränkt werden.

Es wird eine zielgruppenspezifische Weiterbildung im Bereich der Kinder- und
Jugendlichenpsychotherapie empfohlen, die auf einer der in Österreich anerkannten
psychotherapeutischen Methode beruht bzw. von anerkannten fachspezifischen
Ausbildungseinrichtungen auf diesem Gebiet angeboten wird. Eine
psychotherapeutische Weiterbildung gewährleistet eine Erweiterung der bereits
erworbenen fachspezifischen Kompetenz in der psychotherapeutischen Arbeit mit
Säuglingen, Kindern und Jugendlichen, indem sie auf einem konsistenten Konzept in
Bezug auf Theorie, Diagnostik und Indikationsstellung sowie Methodik,
Prozessverständnis und Setting beruht.

So wird in der Fort- und Weiterbildungsrichtlinie des Bundesministeriums für
Gesundheit wird empfohlen, dass Psychotherapeutinnen/Psychotherapeuten mit
dem Arbeitsschwerpunkt Säuglinge, Kinder und Jugendliche ihre Fort- und
Weiterbildung in einem angemessenen Ausmaß diesem Arbeitsschwerpunkt widmen
(vgl. dazu Fort- und Weiterbildungsrichtlinie für Psychotherapeutinnen/
Psychotherapeuten des Bundesministeriums für Gesundheit auf Grundlage eines
Gutachtens des Psychotherapiebeirates, zuletzt geändert 02.12.2014).

Eine Psychotherapeutin/ein Psychotherapeut, die/der mit Säuglingen, Kindern und
/oder Jugendlichen psychotherapeutisch arbeitet, verfügt über folgende
Kompetenzen:

  • Sie/er hat vertiefte Kenntnisse über die Entwicklungspsychologie und die Erlebnis- und Konfliktwelten dieser Zielgruppen und die Bedeutung der Umwelteinflüsse und wie diese in einer psychotherapeutischen Beziehung zum Ausdruck kommen
  • Sie/er verfügt über Kommunikationskompetenzen mit diesen Zielgruppen und Kenntnisse über weitere Kommunikationsmöglichkeiten, die psychotherapeutisch wirksam werden könnten: Nonverbaler, körperlicher Ausdruck sowie Ausdruck auf symbolischer Ebene und die Bedeutung des Spiels werden erkannt und genutzt. Sie/er kann alterstypische Kommunikations- und Beziehungsformen anbieten
  • Sie/er kennt die rechtlich und ethisch relevanten Rahmenbedingungen für die psychotherapeutische Arbeit mit Säuglingen, Kindern und Jugendlichen
  • Sie/er kann für den Säugling, das Kind, den Jugendlichen ein klinisch relevantes, störungsspezifisches und der eigenen psychotherapeutischen Methode angemessenes Fallverständnis entwickeln.
  • Sie/er kann ihre/seine eigene Behandlungskompetenz für diese Altersgruppen, Psychopathologie und die eigenen Grenzen der Kompetenzen und Zuständigkeit einschätzen.
  • Sie/er kann Einflussfaktoren auf den Säugling, das Kind und den Jugendlichen würdigen und in ihrer/seiner psychotherapeutischen Arbeit mitbedenken, nützen bzw. einbeziehen.
  • Sie/er hat Kompetenzen, mit dem relevanten Umfeld des Kindes angemessen im Sinne der psychotherapeutischen Behandlung und des psychotherapeutischen Ziels in Kontakt zu treten und zu bleiben.
  • Sie/er kann andere medizinische, psychosoziale Hilfen und mögliche Förderungen mitbedenken und miteinbeziehen und sich von anderen Hilfen abgrenzen.
  • Sie/er hat Kenntnis über den Forschungsstand zur Problematik und psychotherapeutischen Behandlung der jungen Klientin/des jungen Klienten.
     
Literatur:

Diagnostik-Leitlinie für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten des
Bundesministeriums für Gesundheit auf Grundlage eines Gutachtens des
Psychotherapiebeirates vom 15. Juni 2004, veröffentlicht im Psychotherapie Forum,
Vol. 13, Suppl. 3, Nr. 3/2005, S 82ff sowie in den Mitteilungen der
Sanitätsverwaltung, Heft 7/2005, S 3

Fort- und Weiterbildungsrichtlinie für Psychotherapeutinnen/Psychotherapeuten des
Bundesministeriums für Gesundheit auf Grundlage eines Gutachtens des
Psychotherapiebeirates, veröffentlicht im Psychotherapie Forum, Vol. 8, Suppl. 3,
Nr. 3/2000, S 89ff sowie in den Mitteilungen der Sanitätsverwaltung, Heft 7/2001,
S 26, zuletzt geändert am 02.12.2014

Link zum Originaltext: www.sozialministerium.at

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